ältere Artikel |
Riems – Die Vireninsel vor der deutschen Ostseeküste
| Wissenschaft |
Wer nach Riems kommt, fährt mit dem Auto auf einen Inselparkplatz, der von Stacheldrahtzaun umgeben ist. Am Straßenende werden Ankömmlinge von Kameras beobachtet und ein Schild verrät: "Friedrich-Loeffler-Institut. Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit".
Hier arbeiten Menschen bei Biosicherheitsstufe zwei und drei. Wer den Sperrbereich betreten will, für den ist eine Sondergenehmigung erforderlich, und beim Verlassen ist eine Dusche mit einer besonderen Flüssigseife zwingend.
Seit rund 100 Jahren finden auf dieser Insel Experimente mit gefährlichen Erregern statt, sei es mit BSE, Vogelgrippe, Maul- und Klauenseuche und aktuell auch mit dem mutierten Schweinegrippevirus, das in Mexiko sei seit April wütet und auch Deutschland bedroht.
Damit es die Forschungsanstalt auf Riems mit allen gefährlichen Viren aufnehmen kann, wird ein neuer, 300 Millionen Euro teurer Forschungstrakt gebaut. Dann besitzt das Institut Labore mit der Biosicherheitsstufe vier - "hohes Individual- und Bevölkerungsrisiko". Das ist die höchste Stufe.
Quelle: spiegel.de
moderierter Kommentarbereich für Gäste freigeschaltet
Die Kommentare müssen nicht der Meinung des Space-Times-Teams entsprechen. Veröffentlichung vorbehaltlich.Kommentare werden im Sinne der Meinungsfreiheit in Deutschland freigegeben.
| < Zurück | Weiter > |
|---|




