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Afghanistan: Keine Stichwahl - Karsai alter und neuer Präsident
| Politik |
In Afghanistan wird es nach der umstrittenen Präsidentenwahl, bei der es zu massivem Wahlbetrug gekommen war, nun doch nicht zu einer Stichwahl kommen. Dies gab die unabhängige Wahlkommission (IEC) zehn Wochen nach der Wahl bekannt und erklärte gleichzeitig Hamid Karsai zum Sieger der Wahl. Karsais Gegner Abdullah sah für die Stichwahl wenig Chancen und äußerte Zweifel, dass die Stichwahl ohne Manipulationen verlaufen würde.
Nach dem Rückzug von Karsais Gegner sollte es zunächst zu einer Stichwahl kommen, allerdings gab es Befürchtungen, dass bei einer Wahl, bei der sich nur ein Bewerber stelle, Zweifel an der Legitimität aufkommen könnten. Weiter wolle man die Bevölkerung schützen, da die radikal-islamischen Taliban wie schon beim ersten Urnengang mit Gewalt gedroht hatten.
Sowohl die britische als auch die US-Regierung gratulierten Karsai und der neuen Regierung. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gratulierte Karsai, verwies jedoch auch auf die Umstände der Wahl. "Die Wahlen in Afghanistan sind mit die schlimmsten und schwierigsten, bei denen wir je geholfen haben", so der UN-Generalsekretär. Aus Berlin hingegen wurde Bedauern über den Rückzug Abdullahs geäußert.
Quelle: tagesschau.de
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