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Brandenburg: Rot-rote Regierung - Verrat an Opfern der SED-Diktatur?
| Politik |
Der Historiker Hubertus Knabe, Direktor der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, wirft den Sozialdemokraten nach der Bildung einer rot-roten Regierung in Brandenburg einen Tabubruch vor. In einem Beitrag für die "Bild am Sonntag" schrieb er, damit könnten erstmals überführte Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit die Geschicke eines Bundeslandes mitbestimmen.
"Rot-Rot in Brandenburg ist nicht nur ein Verrat an Tausenden Sozialdemokraten, die die SED ins Gefängnis warf. Es ist auch eine Abkehr von den Idealen der friedlichen Revolution, die vor 20 Jahren zur Neugründung der SPD in Ostdeutschland führten", so Knabe weiter. Und er fügte hinzu: "Die Schamgrenze im Umgang mit der Stasi wird weiter abgesenkt."
Den Sozialdemokraten sei politische Moral egal, der Ruf des Bundeslandes Brandenburg werde bundesweit Schaden nehmen. Die Linken hingegen hätten nun fünf Jahre Zeit, ihren unter anderem aus ehemaligen Stasi-Mitarbeitern bestehenden Kader in der Verwaltung sowie in den Ministerien unterzubringen.
Quelle: focus.de
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