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Paris: Illegales Migrantenlager "Little Kabul" zwangsgeräumt
| Politik |
In der Nacht zum Mittwoch wurde das als "Little Kabul" bekannte illegale Lager in einem Park im Zentrum von Paris von der Polizei zwangsgeräumt. Der "Villemin Garten" liegt nur unweit der Eurostar-Haltestelle, über den die illegalen Immigranten zum Teil von Menschenhändlern nach Großbritannien geschmuggelt werden.
Begründet wurde die Aktion mit dem unerträglichen Anstieg der Anzahl der dort Hausenden und der Sicherheit für Anwohner und Passanten, denn die Verbrechensrate in der unmittelbaren Umgebung war sprunghaft angestiegen. Der Park soll jetzt Nachts geschlossen werden, um neuerliches Campieren zu unterbinden. Der Sprecher einer Wohlfahrtsorganisation bemängelte dagegen fehlende Toleranz und beklagte, dass die Behörden in Paris einfach das getan haben, was in Calais bis jetzt zum Leidwesen der dortigen Bürgermeisterin nicht möglich war, nämlich das dortige Flüchtlingslager, den "Dschungel", einfach zu schließen. Der Sprecher des französischen Flüchtlingswerks France Asylum zeigte hingegen durchaus Verständnis für die Reaktion der Behörden, bedauerte aber die Kurzsichtigkeit der Aktion. Er sagte: "Was passiert danach? Wir können keinen Krieg um die Freiheit Afghanistans führen und dabei die Konsequenzen ingnorieren, die sich dadurch in unserem eigenen Land ergeben."
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