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Neues Gesetz erlaubt Männern bei Sexentzug ihren Frauen die Nahrung zu verweigern
| Politik |
In Afghanistan wurde ein neues Gesetz erlassen, das es Männern der muslimischen Shia-Sekte gestattet, ihren Frauen die Nahrung zu entziehen, wenn diese den sexuellen Verkehr verweigern. Außerdem müssen die Männer ihre Zustimmung geben, wenn Frauen einer Arbeit nachkommen möchten. Das Sorgerecht für Kinder steht ab jetzt gesetzlich auch nur den Vätern oder Großvätern zu.
Wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch ergänzt, erlaubt es das neue Gesetz jetzt auch offiziell, dass Vergewaltiger sich durch Zahlung von "Blutgeld" an das Opfer von einer Strafe freikaufen können. Erst im April gab es weltweite Proteste gegen die erste Version dieses Gesetzes, das Männern das Recht zugestand, ihre Frauen auch zu vergewaltigen, wenn diese ihren Wünschen nach Sex nicht nachkommen wollen. Präsident Karsai ruderte damals auf Druck der Weltöffentlichkeit zwar zunächst zurück, doch nach Ansicht von Experten widerspricht auch diese neue Version der afghanischen Verfassung und damit verknüpfter Staatsverträge. Das Gesetz wird unterstützt von Ayatollah Mohseni, einem einflussreichen Hardliner der Shia-Sekte, der ca. 20% der dortigen Bevölkerung angehören. Karsai wird nachgesagt, dass er wegen der Präsidentschaftswahlen am kommenden Donnerstag bewusst um den Zuspruch solcher Minderheitenführer wirbt.
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