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Iranisches Säureopfer besteht auf islamischen Recht
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Im Iran sorgt derzeit ein Urteil des Strafgerichts 71 in der iranischen Hauptstadt Teheran für Aufsehen. Die inzwischen 31-jährige Ameneh wurde im September 2004 Opfer eines Säureangriffs ihres damaligen Verehrers. Nach 17 Operationen an Augen, Gesicht und Körper ist die junge Frau für ihr Leben gezeichnet und auf beiden Augen blind.
Das iranische Strafrecht kennt neben dem weltlichen auch das islamische Recht und wendet es an. Das Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn" kennt die Scharia unter der Bezeichnung "Qisas". Und genau das blühte dem fünf Jahre jüngeren Mann, als er kürzlich dazu verurteilt wurde, mit jeweils fünf Tropfen auf beiden Augen die Erblindung herbeizuführen.
Säureangriffe sind keine Seltenheit im Iran. Das Opfer will aber keine Rache, sondern Abschreckung, wie sie selbst betonte. Der verschmähte Liebhaber hatte seiner Angebeteten in einem Park der Hauptstadt Schwefelsäure ins Gesicht geschüttet. Die hatte er sich zuvor für drei Euro besorgt.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
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