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Den Haag: Karadzic mit Kurzauftritt vor UN-Tribunal
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Mit einem Kurzauftritt vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ist der ehemalige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic erstmals in seinem Prozess persönlich vor Gericht erschienen. Er drohte erneut, den Prozess zu boykottieren und will eine Aussetzung des Verfahrens erreichen.
Karadzic sagte, er werde den Boykott weiter aufrecht erhalten, bis ihm hinsichtlich der Vorbereitung seiner Verteidigung weitere zehn Monate gewährt werden. "Ich will dieses Verfahren nicht boykottieren, aber ich kann nicht an etwas teilnehmen, was von Anfang an schlecht ist", so Karadzic.
Weiter fügte er hinzu: "Ich wäre wirklich ein Verbrecher, wenn ich diese Bedingungen akzeptieren würde". Einen Kompromissvorschlag der Anklage wies Karadzic jedoch zurück, auch den ihm zugeteilten Pflichtverteidiger lehnt er ab. Karadzic ist wegen Völkermords angeklagt, unter anderem wegen des Massakers an rund 8.000 männlichen Muslimen im Juli 1995 in Srebrenica.
Quelle: tagesschau.de
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