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Ingolstadt: Opa missbrauchte Enkelin - Zwei Jahre auf Bewährung

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Oft kommt sexueller Missbrauch in Familien erst nach langer Zeit wegen der besonderen Umstände ans Tageslicht, so auch im Fall eines 74-Jährigen, der seine Enkelin zwischen 1996 und 2000 mehrfach sexuell missbraucht hat. Das Martyrium des Mädchens begann, als sie noch nicht einmal zehn Jahre alt war. Im Laufe der Jahre ging der 74-Jährige dabei immer brutaler vor, erst als das Mädchen sich widersetzte, endete der Missbrauch der heute 23-Jährigen.

Der Mann missbrauchte das Mädchen sogar im Ehebett neben der Oma, der der Verurteilte extra dazu Schlafmittel in das Essen mischte. Das Mädchen schwieg seinerzeit aus Rücksicht auf ihre Oma. "Meine Mama hätte sich vor den Zug geworfen, so hätte sie sich für diesen Mann geschämt", so die Tochter des 74-Jährigen. Eine Kinderpsychologin beschrieb das Handeln des Mädchens wie folgt: "Sie hat gewusst, dass der Opa massive Probleme mit der Oma und in der Familie bekommen wird und wollte nicht daran ,schuld‘ sein".

Für den Missbrauch an seiner Enkelin wurde der 74-Jährige vom Schöffengericht Ingolstadt zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Da Opfer und Täter noch immer unter einem Dach leben, ordnete das Gericht weiter an, dass der 74-Jährige innerhalb eines halben Jahres ausziehen muss. An das Opfer muss er innerhalb seiner Bewährungszeit, die drei Jahre andauert, 10.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Opfer hingegen benötigt therapeutische Hilfe. "Mein Kind wird ein Leben lang darunter leiden - und mit ihm die ganze Familie", so die Mutter der 23-Jährigen.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


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